Endschalter und Endlagenüberwachung an Maschinen
Endschalter und Endlagenüberwachung verhindern, dass bewegte Maschinenteile einen zulässigen Verfahrweg überschreiten. Sie erkennen definierte Grenzpositionen und übermitteln den erreichten Zustand an die Maschinensteuerung. Diese kann die Bewegung stoppen, abbremsen, umkehren oder eine Störung auslösen.
Endschalter werden unter anderem an CNC-Maschinen, Werkzeugmaschinen, Förderanlagen, Hubwerken, Schutztüren sowie an hydraulischen und pneumatischen Zylindern eingesetzt. Je nach Aufgabe dienen sie der normalen Ablaufsteuerung, dem Schutz mechanischer Bauteile oder als Bestandteil einer sicherheitsbezogenen Steuerungsfunktion.
Ein gewöhnlicher Endschalter ist jedoch nicht automatisch ein Sicherheitsschalter. Soll die Endlagenüberwachung Personen vor einer gefährlichen Maschinenbewegung schützen, muss die komplette Sicherheitsfunktion anhand einer Risikobeurteilung ausgelegt und validiert werden.
Was ist ein Endschalter?
Ein Endschalter ist ein mechanisch oder berührungslos betätigtes Schaltgerät, das beim Erreichen einer festgelegten Position seinen elektrischen Ausgangszustand verändert.
Bei einem mechanischen Endschalter betätigt ein bewegtes Maschinenteil beispielsweise einen Stößel, Rollenhebel oder Federstab. Dadurch werden die im Schalter eingebauten Kontakte geöffnet oder geschlossen.
Berührungslose Endlagensensoren erkennen die Position ohne direkten mechanischen Kontakt. Dazu gehören unter anderem induktive, magnetische und optische Sensoren.
Der Endschalter misst normalerweise nicht den gesamten zurückgelegten Weg. Er liefert lediglich die Information, ob eine festgelegte Grenzposition erreicht oder verlassen wurde.
Was bedeutet Endlagenüberwachung?
Die Endlagenüberwachung umfasst mehr als den einzelnen Schalter. Sie besteht aus der vollständigen Signalkette:
- Das bewegte Maschinenteil erreicht den festgelegten Schaltpunkt.
- Der Endschalter oder Sensor erkennt die Position.
- Das Signal wird an einen Steuerungseingang übertragen.
- Die Steuerung wertet den Signalzustand aus.
- Der Antrieb wird abgebremst, gestoppt, gesperrt oder in Gegenrichtung verfahren.
- Bei Bedarf werden eine Störmeldung und eine Diagnoseinformation ausgegeben.
Zur Endlagenüberwachung gehören daher der Sensor, die elektrische Verbindung, die Eingangsbaugruppe, die Steuerungslogik und die ausgelöste Maschinenreaktion.
Unterschied zwischen Endschalter und Endlagenüberwachung
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Endschalter | Einzelnes Schaltgerät zur Erkennung einer Grenzposition |
| Endlagensensor | Mechanischer oder berührungsloser Sensor zur Positionserfassung |
| Endlagenüberwachung | Gesamtes System aus Sensor, Signalübertragung, Auswertung und Maschinenreaktion |
| Mechanischer Anschlag | Physische Begrenzung des Verfahrwegs |
| Software-Endlage | In der Steuerung hinterlegte Koordinatengrenze |
| Hardware-Endlage | Durch einen realen Schalter oder Sensor erkannte Grenzposition |
Ein mechanischer Anschlag ist kein Endschalter. Er begrenzt die Bewegung physisch, liefert aber ohne zusätzlichen Sensor kein elektrisches Signal an die Steuerung.
Aufbau eines mechanischen Endschalters
Ein typischer mechanischer Endschalter besteht aus:
- einem stabilen Gehäuse,
- einem Betätigungselement,
- einer Rückstellfeder,
- einem Schaltmechanismus,
- einem oder mehreren Schaltkontakten,
- einem Anschlussraum oder Steckverbinder,
- einer Kabel- beziehungsweise Leitungseinführung.
Das Betätigungselement wird entsprechend der Bewegungsrichtung und der mechanischen Situation ausgewählt.
Stößel
Ein Stößelschalter wird direkt in axialer Richtung betätigt. Er ermöglicht einen eindeutig definierten Schaltpunkt, verlangt aber eine genaue Ausrichtung des anfahrenden Maschinenteils.
Rollenstößel
Eine Rolle verringert Reibung und Verschleiß, wenn das bewegte Bauteil seitlich über den Betätiger fährt.
Rollenhebel
Ein Rollenhebel gleicht größere Betätigungswege und geringe Ausrichtungsabweichungen aus. Er wird häufig an Schlitten, Türen und Fördereinrichtungen verwendet.
Federstab oder Schwenkhebel
Flexible Betätiger können aus verschiedenen Richtungen angefahren werden. Der Schaltpunkt ist jedoch meistens weniger genau als bei einem direkt betätigten Stößel.
Arten der Endlagenerfassung
| Bauart | Funktionsprinzip | Vorteile | Typische Einschränkungen |
|---|---|---|---|
| Mechanischer Endschalter | Direkte Betätigung eines Schaltmechanismus | Eindeutiger Schaltzustand, robuste Ausführung | Mechanischer Verschleiß und Kontaktprellen |
| Induktiver Sensor | Erkennung eines metallischen Objekts | Berührungslos, verschleißarm, hohe Schalthäufigkeit | Erkennt normalerweise nur metallische Ziele |
| Magnetischer Sensor | Erkennung eines Magnetfelds | Verdeckte Montage möglich, häufig an Zylindern | Abhängigkeit von Magnetposition und Fremdfeldern |
| Reedkontakt | Magnet betätigt einen gekapselten Kontakt | Einfacher Aufbau und geringer Energiebedarf | Begrenzte Schalthäufigkeit und mögliche Kontaktalterung |
| Optischer Sensor | Auswertung eines Lichtstrahls oder einer Reflexion | Große Schaltabstände und berührungslose Erfassung | Empfindlich gegenüber Verschmutzung und Fehlausrichtung |
| Absolutes Messsystem | Vergleich des Positionswerts mit einer Grenze | Flexible und genaue Überwachung des gesamten Weges | Abhängigkeit von Messsystem und Steuerung |
| Software-Endlage | Vergleich mit programmierter Koordinatengrenze | Ohne zusätzlichen mechanischen Schalter einstellbar | Kein unabhängiger Schutz bei bestimmten Fehlern |
Öffner, Schließer und Wechsler
Schließerkontakt
Der Schließerkontakt ist im unbetätigten Zustand geöffnet. Beim Erreichen der Endlage schließt der Kontakt.
Die Steuerung erhält ein aktives Signal, sobald der Endschalter betätigt wird. Ein Leitungsbruch kann bei einer einfachen Schließerschaltung jedoch wie eine nicht erreichte Endlage wirken.
Öffnerkontakt
Der Öffnerkontakt ist im unbetätigten Zustand geschlossen. Beim Betätigen des Endschalters wird der Stromkreis geöffnet.
Diese Schaltungsart wird häufig nach dem Ruhestromprinzip eingesetzt. Eine unterbrochene Leitung kann dadurch denselben Signalzustand wie ein betätigter Endschalter erzeugen und eine Stopp- oder Fehlermeldung auslösen.
Das Ruhestromprinzip verbessert die Erkennung bestimmter Fehler, macht einen gewöhnlichen Schalter aber nicht automatisch zu einem geeigneten Sicherheitsbauteil.
Wechslerkontakt
Ein Wechsler besitzt einen gemeinsamen Anschluss sowie einen Öffner- und einen Schließerkontakt. Dadurch stehen beide Kontaktzustände zur Verfügung.
Je nach Steuerung können die beiden Kontaktzustände zur Plausibilitätsprüfung oder für unterschiedliche Steuerungsaufgaben genutzt werden.
Zwangsöffnende Kontakte
Bei einem zwangsöffnenden beziehungsweise direkt öffnenden Kontakt wird der Öffner durch die mechanische Betätigung unmittelbar geöffnet. Die Kontaktöffnung ist damit nicht ausschließlich von einer Feder abhängig.
Diese Eigenschaft kann für sicherheitsbezogene Positionsschalter erforderlich sein. Sie allein genügt jedoch nicht, um eine vollständige Sicherheitsfunktion zu bilden.
Zusätzlich müssen unter anderem berücksichtigt werden:
- die Risikobeurteilung,
- der erforderliche Performance Level,
- die Steuerungsarchitektur,
- die Fehlererkennung,
- mögliche Fehler gemeinsamer Ursache,
- die Eignung der verwendeten Bauteile,
- die elektrische und mechanische Lebensdauer,
- die Validierung der Sicherheitsfunktion.
Endschalter an CNC-Maschinen
An CNC-Maschinen können mehrere unterschiedliche Grenz- und Positionsfunktionen vorhanden sein.
Software-Endlage
Die CNC-Steuerung vergleicht die aktuelle Achsposition mit einer programmierten Verfahrgrenze. Wird diese Grenze erreicht, verhindert die Steuerung eine weitere Bewegung in die gesperrte Richtung.
Eine Bewegung von der Endlage weg bleibt normalerweise möglich.
Betrieblicher Hardware-Endschalter
Der Hardware-Endschalter ist ein realer Sensor am Verfahrweg. Er kann als zusätzliche Grenze hinter der Software-Endlage angeordnet werden.
Wird er betätigt, stoppt die Steuerung die Achse und erzeugt häufig eine Störmeldung.
Not-Endlage oder Überfahrgrenze
Ein zusätzlicher Endlagenschalter kann als letzte elektrisch überwachte Grenze vor dem mechanischen Anschlag vorgesehen sein. Die Bezeichnungen und Reaktionen unterscheiden sich je nach Maschinen- und Steuerungskonzept.
Eine solche Grenze muss so angeordnet sein, dass die Achse auch bei maximaler Annäherungsgeschwindigkeit noch rechtzeitig zum Stillstand kommen kann.
Mechanischer Endanschlag
Der mechanische Anschlag bildet die physische Grenze des Verfahrwegs. Er soll nicht regelmäßig angefahren werden.
Eine Kollision mit dem Anschlag kann Kugelgewindetrieb, Lager, Kupplung, Motor, Messsystem oder Maschinenstruktur beschädigen.
Unterschied zwischen Endschalter und Referenzschalter
Endschalter und Referenzschalter können ähnlich aussehen, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben.
| Merkmal | Endschalter | Referenzschalter |
|---|---|---|
| Hauptaufgabe | Begrenzung oder Überwachung des Verfahrwegs | Festlegung einer bekannten Maschinenposition |
| Typische Position | Nahe dem Ende des zulässigen Verfahrwegs | An einer definierten Referenzposition |
| Reaktion | Bewegung stoppen oder in eine Richtung sperren | Referenzpunkt beziehungsweise Maschinennullpunkt bestimmen |
| Betätigung | Bei Annäherung an eine Grenzposition | Normalerweise während der Referenzfahrt |
| Sicherheitsfunktion | Nur bei entsprechend ausgelegtem System | Normalerweise keine Sicherheitsfunktion |
Ein Referenzschalter ersetzt nicht automatisch einen Endschalter. Ebenso kann ein gewöhnlicher Endschalter nicht ohne Prüfung als präziser Referenzschalter verwendet werden.
Endlagenüberwachung pneumatischer und hydraulischer Zylinder
Bei Zylindern werden häufig die eingefahrene und die ausgefahrene Endlage überwacht.
Mögliche Sensoren sind:
- magnetische Zylindersensoren,
- Reedkontakte,
- induktive Näherungsschalter,
- mechanische Positionsschalter,
- integrierte Wegmesssysteme.
Die Steuerung kann dadurch prüfen, ob der Zylinder eine angeforderte Position innerhalb einer festgelegten Zeit erreicht hat.
Bleibt das erwartete Signal aus, können beispielsweise folgende Fehler vorliegen:
- unzureichender Druck,
- blockierte Mechanik,
- undichte Leitung,
- defektes Ventil,
- falsch eingestellter Sensor,
- beschädigte Verkabelung,
- zu hohe mechanische Last.
Eine reine Zeitsteuerung ersetzt keine tatsächliche Endlagenrückmeldung, wenn die Position für den Prozess oder die Sicherheit entscheidend ist.
Festlegung des Schaltpunkts
Der Endschalter muss so montiert werden, dass nach seiner Betätigung ausreichend Weg zum kontrollierten Abbremsen vorhanden ist.
Der erforderliche Mindestweg hängt unter anderem ab von:
- der maximalen Geschwindigkeit,
- der Reaktionszeit von Sensor und Steuerung,
- der Verzögerung der Eingangsbaugruppe,
- der Abschaltzeit des Antriebs,
- der erreichbaren Bremsverzögerung,
- den bewegten Massen,
- elastischen Verformungen,
- Verschleiß und Montagetoleranzen,
- einem zusätzlichen Sicherheitsabstand.
Bei vereinfachter Betrachtung kann der erforderliche Weg abgeschätzt werden mit:
s_min = v × t_R + v² ÷ (2 × a) + s_R
Dabei bedeuten:
- s_min: erforderlicher Mindestabstand,
- v: maximale Annäherungsgeschwindigkeit,
- t_R: gesamte Reaktionszeit,
- a: wirksame Bremsverzögerung,
- s_R: zusätzlicher Reserveweg.
Für eine reale Maschine müssen die ungünstigsten Betriebsbedingungen und die Angaben der beteiligten Komponenten berücksichtigt werden. Eine überschlägige Berechnung ersetzt keine sicherheitstechnische Auslegung.
Schalthysterese und Wiederholgenauigkeit
Der Einschaltpunkt und der Rückschaltpunkt eines Endschalters sind nicht immer identisch. Die Differenz wird als Schalthysterese bezeichnet.
Eine gewisse Hysterese verhindert, dass der Ausgang bei kleinen Bewegungen oder Vibrationen ständig ein- und ausschaltet.
Für eine präzise Positionserkennung sind außerdem wichtig:
- Wiederholgenauigkeit,
- Betätigungsweg,
- Nachlaufweg,
- Rückschaltdifferenz,
- mechanisches Spiel,
- Anfahrgeschwindigkeit,
- Anfahrrichtung.
Der Schaltpunkt sollte möglichst immer aus derselben Richtung und mit einer definierten Geschwindigkeit angefahren werden.
Betriebliche und sicherheitsbezogene Endlagenüberwachung
Eine betriebliche Endlagenüberwachung steuert den normalen Maschinenablauf oder schützt Maschinenteile vor einer Überfahrt.
Eine sicherheitsbezogene Endlagenüberwachung soll dagegen das Risiko für Personen verringern. Dafür muss die vollständige Sicherheitsfunktion nach dem Ergebnis der Risikobeurteilung ausgelegt werden.
Ein einzelner gewöhnlicher Endschalter an einem normalen SPS-Eingang reicht für eine sicherheitsbezogene Funktion häufig nicht aus.
Je nach erforderlichem Performance Level können notwendig sein:
- geeignete Sicherheitspositionsschalter,
- zwangsöffnende Kontakte,
- zwei unabhängige Eingangskanäle,
- eine sichere Auswerteeinheit,
- Leitungs- und Querschlusserkennung,
- Diagnosefunktionen,
- überwachte Schütze oder sichere Antriebsfunktionen,
- regelmäßige Funktionsprüfungen,
- eine dokumentierte Validierung.
Welche Maßnahmen tatsächlich erforderlich sind, ergibt sich aus der Risikobeurteilung und den anzuwendenden Normen.
Endschalter dürfen niemals überbrückt oder dauerhaft betätigt werden, um eine Störung zu umgehen. Dadurch können Maschinen- und Personenschutz unwirksam werden.
Auswahl eines geeigneten Endschalters
Bei der Auswahl müssen elektrische, mechanische und umgebungsbedingte Anforderungen berücksichtigt werden.
Wichtige Auswahlkriterien sind:
- Art und Richtung der Betätigung,
- benötigte Wiederholgenauigkeit,
- zulässiger Betätigungs- und Nachlaufweg,
- maximale Anfahrgeschwindigkeit,
- Schalthäufigkeit,
- Kontaktart oder Ausgangsfunktion,
- Versorgungsspannung,
- zulässiger Schaltstrom,
- PNP- oder NPN-Ausgang,
- Schutzart des Gehäuses,
- Umgebungstemperatur,
- Beständigkeit gegen Kühlschmierstoff und Reinigungsmittel,
- Widerstandsfähigkeit gegen Späne, Staub und Feuchtigkeit,
- Schock- und Vibrationsfestigkeit,
- Anschlussart und Leitungslänge,
- mechanische und elektrische Lebensdauer,
- Eignung für eine vorgesehene Sicherheitsfunktion.
Bei elektronischen Sensoren muss die Ausgangsart zur verwendeten Eingangsbaugruppe passen. Ein falsch ausgewählter PNP- oder NPN-Sensor liefert möglicherweise kein auswertbares Signal oder führt zu einer fehlerhaften Beschaltung.
Typische Fehler und Störungen
| Fehlerbild | Mögliche Ursache | Sinnvolle Prüfung |
|---|---|---|
| Endlage wird nicht erkannt | Schalter verstellt, Betätiger beschädigt oder Leitung unterbrochen | Mechanische Betätigung, Eingangssignal und Verdrahtung prüfen |
| Signal bleibt dauerhaft aktiv | Schalter verklemmt, Späneablagerung oder Kurzschluss | Freigängigkeit, Reinigung und elektrische Messung durchführen |
| Achse fährt auf den Anschlag | Schaltpunkt zu spät, Bremsweg zu groß oder Signal nicht verarbeitet | Montageposition, Geschwindigkeit und Steuerungsreaktion prüfen |
| Signal flattert | Vibration, Kontaktprellen oder Schaltpunkt im Hysteresebereich | Befestigung, Anfahrbewegung und Eingangsentprellung prüfen |
| Sensor schaltet unzuverlässig | Schaltabstand zu groß oder Zielobjekt ungeeignet | Abstand, Ausrichtung und Sensortyp kontrollieren |
| Endlage wird nur gelegentlich erreicht | Mechanisches Spiel, schwankender Druck oder veränderliche Geschwindigkeit | Mechanik, Antrieb und Prozessbedingungen prüfen |
| Störung nach Sensortausch | Falsche Kontaktfunktion oder PNP/NPN verwechselt | Typenschild, Schaltbild und SPS-Eingang vergleichen |
| Sicherheitskreis lässt sich nicht zurücksetzen | Kanäle schalten nicht plausibel oder Rückführkreis ist offen | Diagnoseanzeige und Verdrahtung fachgerecht prüfen |
Wartung und Funktionsprüfung
Endschalter und Endlagensensoren sollten regelmäßig geprüft werden. Die Prüfintervalle richten sich nach Einsatzbedingungen, Schalthäufigkeit, Risikobeurteilung und Herstellervorgaben.
Zu einer Wartungsprüfung gehören unter anderem:
- Schaltergehäuse auf Beschädigungen kontrollieren,
- Befestigung und Ausrichtung prüfen,
- Betätiger auf Verschleiß untersuchen,
- Späne und Ablagerungen entfernen,
- Leitung und Steckverbindung kontrollieren,
- Schaltzustand am Steuerungseingang überprüfen,
- Endlage mit geringer Geschwindigkeit anfahren,
- Stopp- beziehungsweise Umkehrreaktion prüfen,
- Abstand zum mechanischen Anschlag kontrollieren,
- Fehlermeldung und Rücksetzverhalten testen.
Sicherheitsbezogene Funktionen dürfen nur durch entsprechend qualifizierte Personen geprüft, verändert und validiert werden.
Relevante Normen
Für Endschalter und Endlagenüberwachungen können – abhängig von Maschine und Anwendung – unter anderem folgende Normen relevant sein:
- DIN EN ISO 12100 für Risikobeurteilung und Risikominderung,
- DIN EN ISO 13849-1 für sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen,
- DIN EN IEC 60947-5-1 für elektromechanische Steuergeräte und Schaltelemente,
- DIN EN 60204-1 für die elektrische Ausrüstung von Maschinen,
- maschinenspezifische Typ-C-Normen.
Die konkret anzuwendenden Anforderungen ergeben sich aus der Maschine, ihrem vorgesehenen Einsatz und der durchgeführten Risikobeurteilung.
Fazit
Endschalter erkennen definierte Grenzpositionen, während die Endlagenüberwachung die vollständige Kette aus Positionserfassung, Signalübertragung, Auswertung und Maschinenreaktion umfasst.
An CNC-Maschinen bilden Software-Endlagen, Hardware-Endschalter und mechanische Anschläge häufig aufeinanderfolgende Schutzebenen. Referenzschalter erfüllen dagegen eine andere Aufgabe und dienen in erster Linie zur Bestimmung einer bekannten Maschinenposition.
Für betriebliche Steuerungsaufgaben können einfache Endschalter oder berührungslose Sensoren ausreichen. Sobald die Überwachung dem Schutz von Personen dient, muss die komplette Sicherheitsfunktion anhand einer Risikobeurteilung ausgelegt und validiert werden.
Eine korrekte Montage, ausreichender Bremsweg, geeignete Schaltkontakte und regelmäßige Funktionsprüfungen sind entscheidend für eine zuverlässige Endlagenüberwachung.
