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EMPA-WIKI Fachbegriff

Auskragung

Was bedeutet Auskragung?

Auskragung bezeichnet in der Zerspanung den freien Überstand eines Werkzeugs oder Werkstücks, der nicht abgestützt ist.
Je größer die Auskragung, desto instabiler wird das System.

Kurz gesagt:
Auskragung = freier, ungestützter Überstand eines Werkzeugs oder Bauteils.


Wo tritt Auskragung auf?

Typische Beispiele:

  • Werkzeug ragt weit aus der Spannzange heraus
  • Bohrer oder Fräser mit langem Schaft
  • Werkstück steht weit aus dem Schraubstock hervor
  • Spannpratzen halten nur einen kleinen Bereich
  • Verlängerungen oder Adapter zwischen Werkzeug und Spindel

Warum ist Auskragung kritisch?

Eine zu große Auskragung führt zu:

  • Vibrationen (Rattern)
  • schlechter Oberflächenqualität
  • höherem Werkzeugverschleiß
  • geringerer Maßhaltigkeit
  • Bruchgefahr bei Werkzeugen
  • Instabilität bei dünnwandigen Bauteilen

Je länger die Auskragung, desto stärker wirken Hebelkräfte.


Wie beeinflusst Auskragung die Bearbeitung?

  • Schnittwerte müssen reduziert werden
  • Vorschub und Zustellung müssen kleiner gewählt werden
  • Werkzeugdurchmesser sollte möglichst groß sein
  • Schlichtbearbeitungen werden empfindlicher
  • Resonanzen können auftreten

Faustregel:
Auskragung so kurz wie möglich, so lang wie nötig.


Wie reduziert man Auskragung?

  • Werkzeug so kurz wie möglich einspannen
  • Spannzange oder Weldonaufnahme weit oben nutzen
  • Werkstück näher an die Auflage bringen
  • Stabile Spannmittel verwenden
  • Längere Werkzeuge nur bei Bedarf einsetzen
  • Schwingungsdämpfende Werkzeughalter nutzen

Kurz erklärt

Auskragung ist der freie Überstand eines Werkzeugs oder Werkstücks. Je größer die Auskragung, desto höher das Risiko von Vibrationen, Maßfehlern und Werkzeugbruch.

EMPATEC · EMPA-WIKI https://empatec-cnc.ch/empa-wiki/auskragung/ Stand: 19.07.2026
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